Sonntag, 13. November 2016, 18:00 Uhr

Erlöserkirche Gevelsberg

 

„Verleih uns Frieden gnädiglich“

J. S. Bach (Kantate 126 „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“)
Colin Mawby („Missa Princeps Pacis“)

 

Franziska Walter – Alt

Bruno Michalke – Tenor

Tobias Scharfenberger – Bass

Camerata Vocale Gevelsberg

Capella instrumentale Gevelsberg

Leitung: Gerhardt Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 12,- € (8,- €)

Abendkasse 15,- € (10,- €)

(unter 18 Jahren frei)

 

>>>Handzettel


Vorverkauf

JUWELIER HAARHAUS, Mittelstr. 21

ENGELBERT-APOTHEKE, Mittelstr. 87

OPTIK DOHMS, Mittelstr. 32

Telefonische Kartenreservierung: Tel.: 02332/ 2711

E-Mail: kartenbestellung@kirchenmusik-in-gevelsberg.de

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Quelle: gemeindebrief.de


Die zwei Hauptwerke dieses Konzertes kreisen um die Bitte nach Frieden.
So schreibt der englische Komponist Colin Mawby zu seiner Missa Princeps Pacis, die 2014 zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstand, bei dem Hunderttausende von jungen Männern getötet oder verstümmelt wurden: »Diese Messe stellt gleichsam das Gebet um Frieden dar, das so viele von ihnen während dieser schrecklichen vier Jahre gebetet haben müssen. Sie basiert auf dem bewegenden Introitus „Da pacem, Domine“«.

Der Bach-Kantate „Erhalt uns Herr, bei deinem Wort“ liegt der gleichnamige Choral Martin Luthers zugrunde. Er entstand 1541 unter dem Eindruck von drohender Kriegsgefahr. Wie in den Gesangbüchern der Bachzeit üblich, wurde dieses Lied abgeschlossen durch den Choral „Verleih uns Frieden gnädiglich“. Er stammt ebenfalls von Luther und ist eine Neuvertonung und deutsche Übersetzung der Antiphon „Da pacem, Domine“ aus dem 9. Jahrhundert.


AUSFÜHRENDE

Der Chor

CamerataVocale2014

 

Die Camerata Vocale Gevelsberg vor ihrem Konzert am 27. November 2014 in der Erlöserkirche Gevelsberg

 

Die Solisten

FranziskaWalter

Franziska Walter (Alt), stammt aus Donaueschingen und studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bei Prof. Marina Sandel und Prof. Monika Meier-Schmid. Es folgte ein Aufbaustudium, das sie mit der künstlerischen Reifeprüfung abschloss. Ergänzend dazu belegte sie Meisterkurse in den Bereichen Belcanto, Lied und zeitgenössische Vokaltechniken und war Stipendiatin von pro musica e.V. Halle. Bereits während ihres Studiums wurde sie festes Mitglied im Chor der Oper Halle, wo sie auch mit solistischen Aufgaben betraut wurde. Darüber hinaus wirkte sie mehrfach bei den Händelfestspielen Halle mit, so beispielsweise mit The English Concert unter Howard Arman und dem Händelfestspielorchester unter Martin Hasselböck. Seit der Spielzeit 2009/2010 ist Franziska Walter Mitglied im Chor der Deutschen Oper am Rhein und ist als freiberufliche Sängerin, Musikpädagogin und Sprecherzieherin tätig.

MichalkeBruno

Der Tenor Bruno Michalke wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Er war Mitglied der Freiburger Domsingknaben und erhielt dort ersten Gesangsunterricht.

Er studierte privat Gesang bei Alastair Thompson, später bei Martin Lindsay.

Als Solist im Oratorienfach zählen zu seinem Repertoire Werke des 17. bis 20. Jahrhunderts, so z.B. Werke von Heinrich Schütz, die Passionen von J. S. Bach, der Messias von G.F. Händel, die Schöpfung von Joseph Haydn, die Cäcilienmesse von Charles Gounod sowie geistliche Werke von Arvo Pärt.

Darüber hinaus gilt sein besonderes Interesse der Pflege von Vokalmusik aller Epochen in professionellen Gesangsensembles wie der Rheinischen Kantorei, ChorWerk Ruhr, dem Deutschen Kammerchor und dem Kammerchor Stuttgart.

Diese Arbeit führte ihn mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Frieder Bernius, Ricardo Chailly und Sir Simon Rattle zusammen.

Scharfenberger

Tobias Scharfenberger (Bariton)wurde in Gräfelfing bei München geboren und wuchs in Hamburg und Trier auf. Nach erstem privaten Gesangunterricht bei Vera Ilieva in Trier erhielt er seine weitere Ausbildung von 1986 bis 1994 an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe bei Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse bei Aldo Baldin, Sir Thomas Allen, Peter Schreier, Brigitte Fassbaender sowie Kurse für Liedinterpretation beim Duo Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, beim englischen Liedbegleiter Roger Vignoles und bei Rudolf Piernay.

 

Noch während des Studiums debütierte Tobias Scharfenberger als Moralés in Bizets „Carmen“ an der Oper Frankfurt am Main. Es folgten weitere Gastverträge u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Kassel und dem Theater Klagenfurt. Festengagements verbanden ihn für mehrere Jahre mit dem Theater Bielefeld und der Kölner Oper. In dieser Zeit eignete er sich wichtige Partien des lyrischen Baritonfachs an und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Christof Loy, Christoph Nel, Andreas Homoki, Günther Krämer und Helmut Lohner zusammen.

 

Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist Tobias Scharfenberger national und inter-

national tätig. Neben Gastengagements an wichtigen deutschen Bühnen (darunter Komische Oper Berlin, Aalto-Musiktheater) sang er vielfach in Italien (Teatro Verdi, Padova, Teatro Carlo Felice, Genova, Barga-Festival, Teatro delle Muse, Ancona) sowie in den Niederlanden, in Luxemburg, Spanien, Russland, Tschechien, Israel, der Schweiz und Australien. Er erhielt Einladungen zu bedeutenden Festivals, darunter die Schwetzinger Festspiele, die Bachwoche Ansbach, das Bachfest Leipzig und das Melbourne Festival.

 

Tobias Scharfenbergers umfangreiche Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit so namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Howard Arman. Im Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis sang er unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, Reinhard Goebel und Federico Maria Sardelli. Er gastierte bei renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Münchener Kammer-

orchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale delle RAI, der Dresdner Philharmonie, dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Chor, dem Dresdner Kreuzchor, Windsbacher Knabenchor und dem WDR-Rundfunksinfonieorchester Köln.

 

Zu seinen wichtigsten Aufgaben der letzten Jahre zählen die Titelpartie in der nach 270 Jahren im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes erstmals wiederaufgeführten Vivaldi-Oper „Montezuma“, Teiresias in Agostino Steffanis „Niobe“ bei den Schwetzinger Festspielen sowie Monteverdis „L‘Orfeo“ am Pfalztheater Kaiserslautern und Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“ am Theater Gera.

 

Zuletzt arbeitete Tobias Scharfenberger eng mit den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach zusammen. Hier war er als Conte Almaviva in der Neuinszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“, Dr. Falke in der „Fledermaus“, Henrik in Carl Nielsens „Maskararde“ sowie als Erich A. Collin in der Wiederaufnahme in der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Produktion von Wittenbrinks „Comedian Harmonists“ zu erleben.

 

Tobias Scharfenberger ist Preisträger des Mozartfest-Wettbewerbes Würzburg, der Richard-Strauss-Gesellschaft München sowie des Bundeswettbewerbes “Gesang” des VdMK. Ferner war er Stipendiat des “Steans Institute for Young Artists” beim Ravinia Festival, Chicago.