Karfreitag, 19. April 2019, 18:00 Uhr

Erlöserkirche Gevelsberg

 

Johann Sebastian Bach

JOHANNES-PASSION

 

Antje Bischof – Sopran

Gabriele Coenes – Alt

Thomas Iwe – Tenor

Tobias Scharfenberger – Bass (Christus)

Stefan Kohnke – Bass (Arien)

Camerata Vocale Gevelsberg

Capella instrumentale Gevelsberg

Leitung: Gerhardt Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 15,- € (10,- €)

Abendkasse 18,- € (12,- €)

(unter 18 Jahren frei)

Einlass: 17:30 Uhr

 

>>>Handzettel


Vorverkauf

JUWELIER HAARHAUS, Mittelstr. 21

ENGELBERT-APOTHEKE, Mittelstr. 87

OPTIK DOHMS, Mittelstr. 32

E-Mail: kartenbestellung@kirchenmusik-in-gevelsberg.de

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Mit einiger Spannung wurde wohl im Jahre 1724 in der Leipziger Thomaskirche der Karfreitag erwartet. Denn fast ein Jahr nach seinem Amtsantritt sollte sich der neue Thomaskantor, Johann Sebastian Bach, mit einem großen Werk als Nachfolger des hochgeschätzten Johann Kuhnau beweisen. Eigentlich hatten die Stadtväter nämlich die durch den Tod von Kuhnau freigewordene Kantorenstelle zunächst Georg Philipp Telemann zugedacht. Doch nachdem dieser mit einem negativen Bescheid auf die Anfrage reagierte und auch kurz darauf Christoph Graupner, ein Schüler Kuhnaus und Hofkapellmeister in Darmstadt, eine Absage erteilen musste, griff man, da man den "Besten" nicht haben konnte, wenigstens auf einen "Mittleren" zurück. Allerdings empfing diesen ein Vertrag voll mit beengenden Vorschriften. Aber Bach wagte den Schritt „in des Höchsten Namen“ und so erklang am 7. April 1724 zum ersten Mal seine Johannes-Passion.

Das Werk zeichnet sich besonders durch die Dramatik der Turbachöre, die Farbigkeit und den musikalischen Reichtum der Arien sowie die bildhafte Umsetzung des Textes aus.


AUSFÜHRENDE

Der Chor

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Die Camerata Vocale Gevelsberg bei einem Konzert im November 2016 in der Gevelsberger Erlöserkirche (Foto: Privat)

 

Die Solisten

AntjeBischof

Antje Bischof (Sopran)

Geboren 1969 in Wuppertal, erhielt sie ihre erste musikalische Ausbildung (Violine) an der Bergischen Musikschule Wuppertal. Ihre Liebe zum Gesang entdeckte sie während ihrer Ausbildung zur Musik- und Lateinlehrerin (Sek II) in Köln.
 

1993 begann sie parallel zum Schulmusikstudium an der Musikhochschule Köln Gesang zu studieren, zunächst zwei Semester bei Prof. Wilfried Jochims, anschließend bei Prof. Henner Leyhe (mit ergänzenden Studien bei Kai Wessel, Emma Kirkby, Ketil Haugsand, R.Piernay u.a.)

1999 legte sie in Köln die künstlerische Reifeprüfung ab.

 

Den Abschluss eines weiterführenden Studiums bei Prof. Barbara Schlick (Musikhochschule Wuppertal) bildete im April 2002 das Konzertexamen.

 

Als Solistin legt Antje Bischof den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit auf den Oratorien- und Konzertbereich. Ihr Repertoire erstreckt sich von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik. Mit ihrer ausgesprochen warmen, beweglichen und wandlungsfähigen Stimme fühlt sie sich in allen Musikepochen zu Hause. Ihre Vorliebe gilt der Alten Musik, insbesondere den Werken J.S.Bachs.

Seit 2013 ist sie Stimmbildnerin der Kinder- und Jugendvokalakademie Oberberg.

 

Konzerte mit namhaften Chören / Ensembles und Dirigenten (u.a. Ph.Herreweghe, Musica Antiqua/R.Goebel, Siegener Bachchor/U.Stötzel, Leverkusener Bachchor/M.Porr) führten sie ins In- und Ausland, z.B. an die Dresdener Frauenkirche und die Thomanerkirche Leipzig.

GabrieleCoenes

Gabriele Coenes (Alt)

studierte Gesang u. a. bei Dorothee Wohlgemut /Meerbusch und Sabine Fues / Köln und Schulmusik als auch Musikpädagogik an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät zu Köln. Ihre über zehnjährige klassische Gesangsausbildung ermöglicht ihr stilsichere Interpretationen eines breiten musikalischen Spektrums von klassischer Literatur über Oratorien zu Chansons und Werken zeitgenössischer Komponisten wie zum Beispiel Gershwin und Eisler.

Ihre besondere Leidenschaft - dem Acapella Gesang – teilt sie mit dem Kölner Frauenvocalensemble „Die Himmelstöchter“.

Verbunden ist sie auch der Kölner Oper, in der sie seit 1994 bei zahlreichen Aufführungen sängerisch und darstellerisch im Extra-Chor mitwirkt. In der Spielzeit 2018/2019 in den Produktionen „Turandot“„ La Forza del Destino“, „ Heilige Johanna“ und „Fidelio“.

IweThomas

Der lyrische Tenor Thomas Iwe wurde in Neheim-Hüsten geboren. Schon sehr früh fand er zur Musik und wurde Mitglied in verschiedenen Chören seiner Heimatstadt, wo er recht bald auch kleinere Soloparts übernommen hat.

1991 begann er eine private Gesangsausbildung bei Anita Richartz-Freitag, Brilon.

Thomas Iwe hat er sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Lied-, Opern- und vor allem Oratoriensänger entwickelt. Seine musikalische Tätigkeit, deren Schwerpunkt hauptsächlich im Bereich der barocken Musik und der Klassik liegt, führte ihn mittlerweile in zahlreiche deutsche Städte sowie ins benachbarte Ausland nach Frankreich und in die Niederlande.

Thomas Iwe ist u.a. 2. Preisträger bei dem bundesweiten „Stimmtreff“ in Hamburg.

Neben der umfangreichen Konzerttätigkeit und einigen Fernsehauftritten wirkte er auch bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit. Kleinere Opernproduktionen runden seine künstlerische Arbeit ab.

Scharfenberger

Tobias Scharfenberger (Bariton)wurde in Gräfelfing bei München geboren und wuchs in Hamburg und Trier auf. Nach erstem privaten Gesangunterricht bei Vera Ilieva in Trier erhielt er seine weitere Ausbildung von 1986 bis 1994 an den Musikhochschulen von Hannover und Karlsruhe bei Prof. Gerhard Faulstich und Prof. Roland Hermann. Darüber hinaus absolvierte er Meisterkurse bei Aldo Baldin, Sir Thomas Allen, Peter Schreier, Brigitte Fassbaender sowie Kurse für Liedinterpretation beim Duo Mitsuko Shirai und Hartmut Höll, beim englischen Liedbegleiter Roger Vignoles und bei Rudolf Piernay.

 

Noch während des Studiums debütierte Tobias Scharfenberger als Moralés in Bizets „Carmen“ an der Oper Frankfurt am Main. Es folgten weitere Gastverträge u.a. an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Kassel und dem Theater Klagenfurt. Festengagements verbanden ihn für mehrere Jahre mit dem Theater Bielefeld und der Kölner Oper. In dieser Zeit eignete er sich wichtige Partien des lyrischen Baritonfachs an und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Christof Loy, Christoph Nel, Andreas Homoki, Günther Krämer und Helmut Lohner zusammen.

 

Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist Tobias Scharfenberger national und inter-

national tätig. Neben Gastengagements an wichtigen deutschen Bühnen (darunter Komische Oper Berlin, Aalto-Musiktheater) sang er vielfach in Italien (Teatro Verdi, Padova, Teatro Carlo Felice, Genova, Barga-Festival, Teatro delle Muse, Ancona) sowie in den Niederlanden, in Luxemburg, Spanien, Russland, Tschechien, Israel, der Schweiz und Australien. Er erhielt Einladungen zu bedeutenden Festivals, darunter die Schwetzinger Festspiele, die Bachwoche Ansbach, das Bachfest Leipzig und das Melbourne Festival.

 

Tobias Scharfenbergers umfangreiche Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit so namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Stefan Soltesz, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Howard Arman. Im Bereich der historisch orientierten Aufführungspraxis sang er unter der Leitung von Thomas Hengelbrock, Reinhard Goebel und Federico Maria Sardelli. Er gastierte bei renommierten Orchestern und Ensembles wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Münchener Kammer-

orchester, dem Orchestra Sinfonica Nazionale delle RAI, der Dresdner Philharmonie, dem Balthasar-Neumann-Ensemble und Chor, dem Dresdner Kreuzchor, Windsbacher Knabenchor und dem WDR-Rundfunksinfonieorchester Köln.

 

Zu seinen wichtigsten Aufgaben der letzten Jahre zählen die Titelpartie in der nach 270 Jahren im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes erstmals wiederaufgeführten Vivaldi-Oper „Montezuma“, Teiresias in Agostino Steffanis „Niobe“ bei den Schwetzinger Festspielen sowie Monteverdis „L‘Orfeo“ am Pfalztheater Kaiserslautern und Aeneas in Purcells „Dido and Aeneas“ am Theater Gera.

 

Zuletzt arbeitete Tobias Scharfenberger eng mit den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach zusammen. Hier war er als Conte Almaviva in der Neuinszenierung von Mozarts „Le nozze di Figaro“, Dr. Falke in der „Fledermaus“, Henrik in Carl Nielsens „Maskararde“ sowie als Erich A. Collin in der Wiederaufnahme in der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Produktion von Wittenbrinks „Comedian Harmonists“ zu erleben.

 

Tobias Scharfenberger ist Preisträger des Mozartfest-Wettbewerbes Würzburg, der Richard-Strauss-Gesellschaft München sowie des Bundeswettbewerbes “Gesang” des VdMK. Ferner war er Stipendiat des “Steans Institute for Young Artists” beim Ravinia Festival, Chicago.

StefanKohnke3

Stefan Kohnke (Bariton), geboren in Gevelsberg,

war von 1980-86 Organist und Chorleiter an St.Engelbert in Gevelsberg.

In dieser Zeit Ausbildung am bischöfl.Seminar für Kirchenmusik in Essen.

Studium mit Hauptfach Trompete an der Folkwang Hochschule in Essen bei Rudolf Lodenkämper.

Gesangstudium an der Hochschule für Musik in Dortmund bei Manfred Liefländer.

Rege Konzertätigkeit in der Region.

Umfangreiches Repertoire mit allen großen Werken der geistlichen und weltlichen Konzertliteratur.

Seit 1988 festes Ensemblemitglied der Oper Köln.

Konzerte und Gastspiele im In-und Ausland.

So z.B. Chinareise mit Wagner,s „Ring“

Edinburgh mit „Capriccio“ von R.Strauß

Athen mit „Salome“ von R.Strauß

Oman mit „My fair Lady“.

Konzerttätigkeit in ganz Europa, so z.B.

In der Wallfahrtskirche in Sterzing in Tirol.