Sonntag, 22. März 2020, 18:00 Uhr Erlöserkirche Gevelsberg

 

Maurice Duruflé

REQUIEM

und Kantaten des Barock

Wegen Corona abgesagt

 

Eike Tiedemann – Mezzosopran

Arndt Schumacher – Bass

Camerata Vocale Gevelsberg

Gerhardt Marquardt – Orgel

Capella instrumentale Gevelsberg

Leitung: Heike Marquardt

 

Eintritt: Vorverkauf* 12,- € (8,- €)

Abendkasse 15,- € (10,- €)

(unter 18 Jahren frei)

Einlass: 17:30 Uhr

 

>>>Handzettel


*Vorverkauf

ENGELBERT-APOTHEKE, Mittelstr. 64

OPTIK DOHMS, Mittelstr. 32

Telefonische Kartenreservierung: Tel.: 02332/ 2711

E-Mail: kartenbestellung@kirchenmusik-in-gevelsberg.de

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Tod, Trauer, aber auch Zuversicht sind die Themen, die dieses Konzert bestimmen. Im Mittelpunkt steht dabei das Requiem von Maurice Duruflé.

Maurice Duruflé ein Schüler von Charles Tournemire und Eugène Gigout, gehört zu den berühmtesten französischen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus machte er sich einen Namen als Orgelvirtuose, der auch außerhalb seiner Heimat bekannt war. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa, in die Sowjetunion, nach Nordamerika und in die USA.

Duruflé komponierte neben Instrumentalmusik aber vor allem auch geistliche Vokalmusik. Dabei war der Einfluss seines Kompositionslehrers Paul Dukas von entscheidender Bedeutung.

1947 vollendete Duruflé die Partitur des Requiem (op. 9), das seit der Uraufführung im selben Jahr zu seiner bekanntesten Komposition zählt und das vielleicht bekannteste Requiem des 20. Jahrhunderts ist. Es ist fest in der liturgischen Tradition verwurzelt. Der gregorianische Choral der Totenmesse, der in fast jeden Abschnitt integriert ist, verleiht dem Werk eine grundlegende Geschmeidigkeit, auf die Duruflé seine charakteristische Modalharmonik und mühelose Polyphonie überträgt.

Die Originalfassung entstand für großes Orchester und Orgel. Später richtete der Komponist zwei weitere Fassungen ein, eine erste nur mit Orgelbegleitung und eine zweite mit Orgel und kleinerem Orchester. Letztere entstand 1961 und wird dem Charakter des Werkes wohl am besten gerecht. Sie wird auch in diesem Konzert zu hören sein.

 

Eingeleitet wird das Konzert mit dem bekannten Chorsatz „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ aus der Kantate 147 von Johann Sebastian Bach. Es folgt die Kantate „Ich bin beide“ für Solostimmen, Chor und Streicher von Gottfried Heinrich Stölzel, einem Komponisten, dessen herausragender Ruf zeitweise den seines Zeitgenossen J. S. Bach übertraf. Den Abschluss des barocken Teils bildet die Trauermusik „Schlage doch, gewünschte Stunde“ für Alt und Streicher von Melchior Hoffmann . Dieses Werk wurde früher J. S. Bach zugeschrieben (BWV 53). Melchior Hoffmann war Georg Philipp Telemanns Nachfolger als Organist und Musikdirektor an der Neukirche in Leipzig.

 

Das 1895 entstandene Orgelwerk Cortège funèbre (Trauerzug) des französichen Komponisten Théodore Dubois bildet mit seinem typisch französischen spätromantischen Orgelklang die stilistische Hinführung zum sich anschließenden Requiem. Dubois war u.a. von 1877 bis 1896 Organist an der Madeleine in Paris und anschließend Direktor des Pariser Konservatoriums.

 

Für die eindrückliche musikalische Gestaltung des Konzertprogramms sorgen neben dem Chor und den Instrumentalisten auch die beiden Gesangssolisten Eike Tiedemann (Mezzosopran) und Arndt Schumacher. (Bass).


AUSFÜHRENDE

Der Chor

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Die Camerata Vocale Gevelsberg bei einem Konzert im November 2016 in der Gevelsberger Erlöserkirche (Foto: Privat)

 

Die Solisten

EikeTiedemannMezzosopran

Die Mezzosopranistin Eike Tiedemann ist eine gefragte Oratoriensängerin. In der Essener Philharmonie und in der Klosterkirche Alpirsbach war sie mit Bachs Weihnachtsoratorium zu hören, und im Regentenbau Bad Kissingen mit Elgars The Kingdom. Kürzlich sang sie die Altpartie in Michael Tippetts A Child of Our Time und Bachs Weihnachtsoratorium mit Jazz-Resonanzen mit den Westfälischen Saxophonikern.

 

Ihr Repertoire umfasst sowohl Altpartien in Werken von Schütz bis Frank Martin, von Bach bis Bernstein als auch Mezzosopran-Partien wie Rossinis Stabat Mater und Rutters Magnificat.

Sie erhielt ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Köln bei Prof. Margit Kobeck. Schon im Studium erwarb sie sich ein weit gefächertes Repertoire: Angefangen mit Alter Musik und historischer Aufführungspraxis bis zum romantischen Kunstlied, wobei sie auf Anregungen von Jürgen Glauß und Hartmut Höll zurückgreifen kann.

ArndtSchumacher

Arndt Schumacher studierte Ev. Kirchenmusik und dann Gesang bei·Carola Keil an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg (Abschluss "mit Auszeichnung"). Weitergehende Studien unternahm er bei Prof. Vera U. G. Scherr an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim (Opernschule) und bei Heidrun Luchterhandt. Darüber hinaus studierte er in der Liedklasse bei Ulrich Eisenlohr und das Fach Oratoriengestaltung bei Gerd Türk. Er ist erster Preisträger des „Inge - Pittler - Wettbewerb“ für Gesang.

 

Zu Beginn seiner Laufbahn war Arndt Schumacher als Kantor tätig. Seit 2005 ist er festes Mitglied im WDR Rundfunkchor Köln und arbeitete mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Helmuth·Froschauer, Jukka-Pekka Saraste, Enrico Delamboye, Leif Ove Andsnes und Peter Eötvös zusammen. Konzertreisen führten ihn u.a. nach New York (Carnegie Hall), London (Royal Albert Hall), Shanghai, Paris, Amsterdam (Concertgebouw), Salzburg (Festspiele), Berlin (Philharmonie), Hamburg (Elbphilharmonie) und Luzern (KKL). Regelmässig ist er in der Kölner Philharmonie zu hören. Die Rolle des·Pilatus (Johannes-Passion) sang er sowohl in der halbszenischen Umsetzung mit dem WDR·Sinfonieorchester als auch mit den Bamberger·Sinfonikern.

 

Daneben ist der hohe Bariton im Lied- und Oratorienfach tätig. Regelmäßig tritt er mit Liedprogrammen in Erscheinung und hat u.a. alle drei grossen Liederzyklen („Winterreise“, "Die schöne Müllerin" und "Schwanengesang") von Franz Schubert, die "Dichterliebe" von Robert Schumann sowie „Vier ernste Gesänge“ und „Die schöne Magelone“ von Johannes Brahms gesungen. Im Rahmen der Kammermusikreihe des WDR·Sinfonieorchesters führte er mit grossem Erfolg das "Notturno" für Bariton und Streichquartett von Othmar Schoeck auf.

 

Das breitgefächerte Repertoire als Oratoriensänger reicht bis hin zu modernen Stücken und Uraufführungen, auch eigens für ihn geschriebener Werke. Meisterkurse besuchte er bei KS Andreas Schmidt, Prof. Rudolph Piernay, Prof. Peter Ziethen und Prof. Josef Protschka. Rundfunk-, Fernseh- und CD - Aufnahmen runden seine umfangreiche Tätigkeit ab.